BRIEFE, GEDICHTE, NOTIZEN

BRIEFE, GEDICHTE, NOTIZEN

Als innigste Form der Entäußerung, als Symbiose von Wort und Ton hatte das Lied für Schubert existentille Bedeutung: Es war der kunstvollste Ausdruck seines Verlangens nach Kommunikation. Davon sind auch seine Briefe erfüllt, vom Hoffen auf ein Echo. Die Sehnsucht nach dem Brief, nach dem geschrieben Liebeszeichen, sie mußte Schubert in seiner letzten Komposition überhaupt, symbolisch genug. der "Taubenpost" überantworten und mit ihr der, er hatte sie so erfahren, prekären Natur.Rüdiger Görner,geboren 1957, ist Direktor des Institute of Germanic Studies der University of London. Von ihm sind u.a. erschienen: "Die Gedichte Hölderlins, Fontanes und C. F. Meyers", "Streifzüge durch die englische Literatur"und "Nietzsches Kunst. Annäherung aneinen Denkartisten". Franz Schubert gilt vielen Menschen als Inbegriff einer biedermeierlichen, beschaulichen Musikkultur. Seine berühmtesten Werke werden gern als Paradestücke für die Hausmusik des gehobenen Bürgertums angesehen. Doch das tradierteBild des liebenswerten "Liederfürsten" verdient längst eine kritische Revision. Franz Schubert war eine höchst eigenwillige Persönlichkeit - und ein experimentierfreudiger, vielseitiger Künstler, in dessen Musik klassische Formprinzipien und romantische Ideen eine neue, unerhörte Synthese eingingen.
Editora: INSEL VERLAG
ISBN: 3458191674
ISBN13: 3458191674
Edição: 4ª Edição - 1997
Número de Páginas: 119
Acabamento: HARDCOVER
por R$ 59,40